POINT-OF-SALE (POS)
POS steht für Point-of-Sale und bedeutet übersetzt „Verkaufsort“. Gemeint ist damit der Ort, an dem ein Produkt tatsächlich verkauft wird – also zum Beispiel ein Geschäft, eine Boutique, ein Kaufhaus oder ein Store in einem Einkaufszentrum. Im Model- und Werbe-Bereich bezeichnet eine POS-Produktion Bildmaterial, das speziell für den Einsatz direkt im Geschäft erstellt wird.
Bei POS-Kampagnen produzieren Marken häufig Fotos oder Videos, die später in ihren eigenen Läden eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel große Poster im Schaufenster, Bilder im Verkaufsraum, Displays neben den Produkten, digitale Screens im Store oder Werbeflächen in Einkaufszentren. Besonders große Fashion- und Lifestyle-Marken nutzen POS-Kampagnen regelmäßig, um ihre Geschäfte zum Start einer neuen Saison oder Kollektion mit aktuellem Bildmaterial auszustatten.
Für Models ist der Begriff auch aus einem anderen Grund wichtig: Die Nutzungsrechte resp. Buyouts. Wenn ein Shooting für POS geplant ist, bedeutet das, dass die Bilder nicht nur für interne Zwecke produziert werden, sondern öffentlich im Verkaufskontext erscheinen – also direkt dort, wo Kunden einkaufen. Deshalb werden in der Regel zusätzliche Nutzungsrechte vereinbart. Diese regeln, wo und wie lange die Bilder verwendet werden dürfen, zum Beispiel in Stores weltweit oder nur in bestimmten Regionen.
Steht bei einem Job also POS dabei, weiß man, dass das produzierte Material später im Verkaufsumfeld einer Marke eingesetzt wird – etwa als Poster im Laden, auf Displays im Store oder auf Bildschirmen in Einkaufszentren. Für Models kann das oft auch eine höhere Vergütung bedeuten, weil die Nutzung der Bilder umfangreicher ist.
