IMAGE-JOBS
Bei einem Image-Job steht das Prinzip – Sehen und Gesehen werden – im Vordergrund. Die Job Destination ist üblicherweise, eine touristisch stark frequentierten Stadt, vor allem während der Hauptsaison. Die Tätigkeit besteht darin, für das Feiern bezahlt zu werden, ähnlich wie es viele Models und Stars tun. Der Hintergrund dieser Image-Jobs liegt darin, dass beliebte Orte wie Ibiza, St. Tropez oder Mykonos in der Sommersaison stark frequentiert sind, während in der Winterzeit hingegen kaum Tourismus zu erwarten ist. Somit müssen sämtliche Einnahmen während der Hochsaison generiert werden.
Die Schwierigkeiten, sich in die Lage dieser vom Tourismus abhängigen Orte zu versetzen, sind insbesondere für einen Hamburger besonders herausfordernd. Hamburg beherbergt viele der weltweit führenden Industriefirmen, vor allem aus dem Hafen- und Technologiebereich und ist nicht vom Tourismus abhängig.
Ganz anders ist es in Miami, Mallorca, Santorini oder Dubai. Das sind alles typische Urlaubsdestinationen die nahezu komplett von der Hospitality-Branche leben. Daher bietet sich die Idee an, diese Branche durch die Präsenz von ästhetischen Image-Models zu verschönern und den Urlaubsgäste ein attraktives Publikum zu bieten.
In dieser Rolle als Image-Models werdet ihr dafür bezahlt, in Restaurants zu essen und in Clubs zu feiern. Oft handelt es sich dabei um neu eröffnete Einrichtungen, die beworben werden sollen. Zudem gibt es in diesen Urlaubsorten oft einen Überfluss an männlichem Publikum in den teuren Clubs mit Eintrittspreisen von bis zu 1.000 € und Pauschalangeboten von 5.000 € für einen Tisch keine Seltenheit sind.
Somit möchten die Veranstalter das männerlastige Publikum mit optisch ansehnlicher, weiblicher Präsenz aufmischen. Hierbei geht es nicht um eine Kommunikation eurerseits mit den Gästen – oft ist dies von der Veranstalterseite sogar explizit unerwünscht. Ihr sollt ja schließlich unerreichbar wirken und wie ein Schmuckstück den Club oder das Restaurant zum strahlen bringen. Einfach tanzen, Spass haben, Essen und Trinken und dabei die Frauenquote steigern. Dem Publikum und der Presse, insbesondere bei Opening und Closing-Veranstaltungen, simuliert dieses luxuriöse Ambiente einen erfolgreichen und beliebten Club respektive ein angesagtes, und den hohen Preis gerechtfertigtes, Restaurant.
