WIE SCHÜTZT IHR EURE MODELS VOR SEXUALISIERTER BELÄSTIGUNG AM SET?!
Der Schutz von Models vor sexualisierter Belästigung am Set hat in der professionellen Branche höchste Priorität und sollte klar strukturiert und verbindlich geregelt sein.
Ein zentraler Punkt ist die sorgfältige Auswahl aller Beteiligten. Seriöse Agenturen und Produktionen arbeiten ausschließlich mit geprüften Fotografen, Kunden und Teams zusammen. Schon im Vorfeld wird transparent kommuniziert, um welche Art von Shooting es sich handelt, welche Inhalte geplant sind und wo die persönlichen Grenzen des Models liegen. Überraschungen am Set dürfen nicht vorkommen.
Ebenso wichtig sind klare vertragliche Regelungen. Dazu gehören schriftlich festgelegte Inhalte, der Grad der Freizügigkeit, Nutzungsrechte der Bilder sowie ein klar definiertes No-Go-Spektrum. Diese Vereinbarungen geben Models eine rechtliche und persönliche Absicherung.
Am Set selbst gilt das Prinzip der professionellen Distanz. Körperkontakt darf nur erfolgen, wenn er absolut notwendig ist, zum Beispiel beim Styling, und wird immer vorher angekündigt und vom Model ausdrücklich bestätigt. Viele Produktionen setzen zusätzlich auf sogenannte Chaperones resp. Vertrauenspersonen, die das Model begleiten und als feste Anlaufstelle dienen.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Aufklärung und Stärkung der Models. Sie werden darin geschult, ihre Grenzen klar zu kommunizieren, Situationen richtig einzuordnen und im Zweifel konsequent Nein zu sagen oder ein Shooting abzubrechen. Ein Abbruch darf keine negativen Konsequenzen für das Model haben.
Zudem ist ein Set in der Regel nie eine Einzelsituation, sondern besteht aus mehreren Personen. Selbst wenn es ein „schwarzes Schaf“ geben sollte, ist immer ein Team vor Ort, sodass sich ein Model nicht schutzlos oder alleine fühlen muss und jederzeit Unterstützung beanspruchen kann.
Nicht zuletzt braucht es klare Beschwerdewege. Seriöse Agenturen stellen sicher, dass Vorfälle gemeldet, ernst genommen und konsequent verfolgt werden – bis hin zum Ausschluss beteiligter Personen aus zukünftigen Produktionen.
Insgesamt basiert wirksamer Schutz auf Transparenz, klaren Regeln, respektvollem Umgang und der aktiven Unterstützung der Models – vor, während und nach dem Job.
