Ein Intimacy Coordinator ist eine speziell geschulte Fachperson, die intime oder besonders sensible Szenen bei Film- und Fernsehproduktionen begleitet. Dazu zählen beispielsweise Kuss- und Berührungsszenen, Nacktaufnahmen oder die Darstellung sexueller Handlungen. Die Aufgabe besteht darin, die kreative Umsetzung mit dem Schutz persönlicher Grenzen und der informierten, freiwilligen Zustimmung aller beteiligten Darstellenden zu verbinden.
Bereits vor den Aufnahmen werden geplante Abläufe, mögliche Berührungen und individuelle Grenzen besprochen. Gemeinsam mit Regie und Darstellenden werden intime Handlungen präzise choreografiert. Während der Produktion achtet der Intimacy Coordinator darauf, dass Vereinbarungen eingehalten werden und die Zustimmung weiterhin besteht. Auch Schutzkleidung, geeignete Abdeckungen und ein Closed Set, bei dem nur unmittelbar benötigte Personen anwesend sind, können dazugehören.
Im Modelbusiness kann eine solche Begleitung ebenfalls sinnvoll sein, etwa bei Aktshootings, körpernahen Kampagnen oder inszenierter Intimität zwischen mehreren Models. Sie unterstützt eine klare Kommunikation zwischen Models, Kreativteam und Produktion und hilft dabei, sensible Aufnahmen respektvoll und professionell umzusetzen.
Wenn ein Job Nacktheit, körpernahe Posen oder Szenen mit anderen Models beinhaltet, kannst Du über Deine Agentur fragen, ob eine solche Begleitung vorgesehen ist. Kläre vorab schriftlich, was gezeigt wird und wo Deine Grenzen liegen, denn am Set entsteht schnell Druck, spontan zuzustimmen. Du darfst jederzeit stoppen, wenn etwas von der Absprache abweicht.
Siehe auch: Kampagne.
