MOODS I MOODBOARD
Der Begriff „Moods“ beschreibt in der Welt des Modelns und der Fotografie den übergeordneten Look, den Vibe und die Atmosphäre einer Produktion – sei es bei einem Foto- oder Videoshooting. Moods werden im Vorfeld definiert und bereitgestellt, um eine konkrete emotionale Richtung vorzugeben. Sie zeigen, welches Gefühl transportiert werden soll und welche visuelle Stimmung angestrebt ist. So wissen alle Beteiligten – vom Model über den Fotografen bis hin zum Styling-Team – genau, in welche visuell ästhetische Richtung das Shooting gehen soll
Für eine Model-Agentur ist das extrem wichtig, weil Kunden keine Person buchen, sondern eine Bildsprache und ein Gefühl. Eine Beauty-Marke möchte vielleicht einen natürlichen, weichen und authentischen Mood mit viel Tageslicht und wenig Make-Up. Eine Luxusmarke hingegen setzt eher auf Eleganz, starke Präsenz, warme Lichtstimmung und hochwertige Materialien. Im Editorial- oder High-Fashion-Bereich geht es oft um künstlerische, ausdrucksstarke und teilweise provokante Moods mit klarer Haltung und intensiver Körpersprache. Im Sport- oder Fitness-Bereich steht Energie, Dynamik und Kraft im Vordergrund.
Ein klar definierter Mood sorgt dafür, dass ein Shooting nicht beliebig wirkt. Er hilft Fotografen, Stylisten, Models und Make-Up Artists, in die gleiche Richtung zu arbeiten. In der Praxis wird der Mood häufig über ein sogenanntes Moodboard festgelegt – eine visuelle Sammlung aus Referenzbildern, Farben, Posen und Lichtstimmungen, die die kreative Richtung vorgibt. Für eine Agentur ist es strategisch klug, bestimmte Moods zu beherrschen oder sich sogar auf eine klare Bildwelt zu spezialisieren. Denn eine wiedererkennbare Stimmung macht eine Marke stark – und unterscheidet sie von der Konkurrenz.
