ANDROGYNIE
Androgynie beschreibt eine Mischung oder das Fehlen von klare Geschlechtsmerkmalen, sowohl im Aussehen als auch in der Präsentation. Der Begriff stammt von den griechischen Wörtern aner (Mann) und gyne (Frau) und bezeichnet ein Erscheinungsbild, das Merkmale beider Geschlechter vereint oder sich nicht eindeutig einem der traditionellen Geschlechter zuordnen lässt.
In der Mode-Branche wird der Begriff androgyn oft verwendet, um Models zu beschreiben, deren Aussehen oder Stil weder eindeutig maskulin noch feminin ist. Diese Models strahlen eine geschlechtliche Neutralität aus und können sowohl in Männer- als auch in Frauen-Mode auftreten, wobei ihre körperliche Erscheinung nicht strikt einem bestimmten Geschlecht entspricht. Androgynität wird in der Modewelt zunehmend gefeiert, da sie oft mit einem avantgardistischen oder unkonventionellen Stil verbunden wird. Ein bekanntes Beispiel für androgynes Modeling ist das britische Supermodel Agyness Deyn, die häufig sowohl in männlicher als auch in weiblicher Mode zu sehen war und die Grenzen traditioneller Geschlechtsnormen in der Mode überschritt. Auch bekannte Designer wie Jean-Paul Gaultier und Haider Ackermann haben in ihren Kollektionen androgyn inspirierte Looks verwendet. Androgynität wird nicht nur in der Mode, sondern auch in der Gesellschaft zunehmend als Ausdruck von Individualität und Fluidität im Hinblick auf Geschlecht und Identität anerkannt.
