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WELCHE WALK-STILE GIBT ES UND WAS ZEICHNET DIE EINZELNEN STILE AUS?!

Im klassischen Verständnis lassen sich drei unterschiedliche Walk-Stile unterscheiden: der Haute-Couture-Walk, der Prêt-à-Porter-Walk, der häufig auch als Casual-Walk bezeichnet wird, sowie der avantgardistische Walk, der sich durch eine eher unkonventionelle und künstlerische Herangehensweise auszeichnet.

Haute-Couture Walk

Der Haute-Couture Walk zeichnet sich durch übertriebenes Posing, präzisen Körpereinsatz und dramatische Einlagen aus, um extravagante Roben in Szene zu setzen. Das Model präsentiert die Kleidungsstücke mit einem konzentrierten und souveränen Blick, wobei trotz minimaler Mimik schauspielerisches Talent erforderlich ist, um die außergewöhnlichen Outfits wirksam darzustellen. Persönliche Ausstrahlung ist dabei entscheidend, um die Haute Couture Kleider zum Strahlen zu bringen und die Kamera zu fokussieren. Der Haute Couture Walk gilt als besonders auffällig und extravagant. Coco Rocha, ein international bekanntes Top-Model, beschreibt ihn als – over the top – und betont, dass es dabei nicht nur um Schönheit geht, sondern auch um die Darstellung von Energie, Ausdauer und Stärke. Für Anfänger auf dem Catwalk bedeutet das: Selbstbewusstsein üben und in Designer-Outfits auch mal exzentrisch auftreten.

Der Begriff Haute-Couture stammt aus dem Französischen und bezeichnet die gehobene Schneidekunst. In der Modewelt wird er verwendet, um die extravaganten, individuell gefertigten und luxuriösen Kreationen eines Designers zu beschreiben. Diese Meisterwerke werden in Handarbeit hergestellt und sind im Alltag selten tragbar, sondern sollen als modische Kunstwerke auf dem Laufsteg präsentiert werden. Der Walk-Act eines Models muss daher besonders inszeniert werden. Wichtige Merkmale des Haute-Couture Walks sind eine auffällige Haltung, die häufig eckig und unnatürlich wirkt, sowie eine extreme Körperspannung. Gerade Schritte und exzentrische Bewegungen unterstützen den oft ungewöhnlich wirkenden Gang.

Casual Walk oder Prêt-à-Porter Walk

Der Casual-Walk bei der Prêt-à-porter-Mode ist entspannt und weniger dramatisch als der Haute-Couture Walk. Die Models dürfen einen leichten Hüftschwung zeigen, während ihr Oberkörper und der Gesichtsausdruck lockerer wirken können. Ein Lächeln ist erlaubt und am Ende des Catwalks ist es üblich, das Publikum direkt anzusehen.

Prêt-à-porter Mode, auch als Ready-to-Wear Fashion bekannt, umfasst alltagstaugliche Kleidungsstücke, die nicht maßgeschneidert sind. Im Gegensatz zur Haute-Couture bieten Designer hier tragbare Mode für den täglichen Gebrauch, was die Kollektionen gegenüber der Haute-Couture Model erschwinglich macht. Dennoch haben sie eine große Bedeutung in der Modewelt, setzen Trends und beinhalten oft saisonale It-Pieces, die insbesondere von Modeenthusiasten getragen werden. Dadurch gewinnen nicht nur die Trägerinnen Aufmerksamkeit, sondern auch die Designer hinter den Kollektionen.

Avantgarde Walk

Die Avantgarde-Mode bricht mit traditionellen Normen und richtet sich nicht nach massentauglichen Vorgaben. Ihre Kreationen sind futuristisch, visionär und individuell in Form, Farbe und Schnitt, oft gepaart mit gesellschaftskritischen oder politischen Botschaften. Auf dem Laufsteg tritt das Model zurückhaltend auf, da die Kollektionen im Mittelpunkt stehen sollen. Der Walk selbst ist dezent, um die Aufmerksamkeit nicht vom Outfit abzulenken. Avantgardisten setzen mit ihren außergewöhnlichen Designs Trends, die später in abgemilderter Form für ein breiteres Publikum tragbar gemacht werden. So beeinflussen sie auch Looks, die die breite Masse später übernimmt.

Die Avantgarde-Mode hebt sich durch kreative, unkonventionelle Elemente von herkömmlichen Laufsteg-Looks ab. Designer der Avantgarde arbeiten abseits des Mainstreams und nutzen neue Materialien, Texturen sowie geometrische Formen, um außergewöhnliche Silhouetten, Asymmetrien oder Volumen zu kreieren. Pierre Cardin war einer der ersten Designer, der diesen experimentellen Stil auf den Laufsteg brachte. Um die Aufmerksamkeit ganz auf die einzigartigen Kreationen zu lenken, bleibt das Model beim Avantgarde-Walk bewusst im Hintergrund, so dass die Mode im Fokus steht.

WELCHE WALK-STILE GIBT ES UND WAS ZEICHNET DIE EINZELNEN STILE AUS?!
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