ICH WEISS NICHT MEHR WER ICH BIN OHNE MEINEN JOB ALS MODEL. IST DAS NORMAL?!
Ja – und es ist gleichzeitig ein Warnsignal das ernst genommen werden sollte. Wenn die berufliche Identität die einzige Identität wird, entsteht eine Fragilität die bei jedem Misserfolg – einer Absage, einem schlechten Placement, einem Ende der aktiven Karriere – das gesamte Selbstbild erschüttert.
Die Modelbranche begünstigt diese Verschmelzung aktiv: du wirst als Person bewertet, nicht als Arbeitnehmer der eine Dienstleistung erbringt. Dein Gesicht ist das Produkt. Das macht die Trennung zwischen Ich und Job besonders schwer.
Wir als Agentur sehen dich als Person mit einer Karriere – nicht als Karriere die zufällig eine Person hat. Der Unterschied ist entscheidend. Wir möchten dass Models bei uns Interessen, Perspektiven und Identitäten außerhalb des Jobs entwickeln und pflegen – weil das die Grundlage für langfristige psychische Stabilität ist und paradoxerweise auch für bessere Buchungen. Ein Mensch der weiß wer er ist, bucht besser als jemand der auf jedem Go-See um seine Identität kämpft.
